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Rinder gehören zu den Paarhufern, die ihren Namen vom Bau ihrer Gliedmaßen haben. Jeder Fuß tritt mit zwei stark entwickelten Zehen auf. Rinder sind reine Pflanzenfresser. Das Gebiss ist daran angepasst. In einem flachen Bogen sind im Unterkiefer sechs Schneidezähne und zwei Eckzähne angeordnet. Schneidezähne und Eckzähne fehlen im Oberkiefer. Stattdessen findet man an der Stelle eine ausgeprägte Kauplatte. Die Backenzähne, von denen beidseitig im Ober- und Unterkiefer je sechs angeordnet sind, sind im Gegensatz zu den Schneidezähnen Mahl- bzw. Quetschzähne. Diese haben einen quadratischen Querschnitt und werden unterschiedlich stark abgenutzt. Dadurch ist die Oberfläche der Backenzähne immer rau.
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Im Sommer fressen diese Tiere bis zu 70 kg Gras am Tag. Die lange, raue Zunge umfasst dabei längere Grasbüschel, die mit einer ruckartigen Bewegung abgerissen werden. Im Maul der Rinder wird die Nahrung mit viel Speichel vermengt und nahezu unzerkaut heruntergeschluckt. Durch die Speiseröhre gelangt das Gras in den Pansen. Dieser Teil des Magens fasst bis zu 200 Liter. Hier wird mit der Verdauung begonnen. Die Zersetzung der schwerverdaulichen Nahrungsbestandteile werden mit Hilfe von Milliarden von Bakterien, Hefen und Kleinstlebewesen in Gang gebracht. Der eingeweichte Nahrungsbrei wird dazu zwischen Pansen und Netzmagen hin- und herbewegt. Die gröberen Bestandteile werden über die Schlundrinne hochgewürgt und nochmals durchgekaut. Das ist das sogenannte Wiederkäuen. Dieser Vorgang dauert ca. 40 bis 50 Minuten. Dann wird dieser Grasbrei wieder geschluckt und gelangt erneut in den Pansen. Hat die Zersetzung des Breis hier weitergeführt wurde, gelangt er in den Blättermagen. Im Blättermagen wird dem Brei in erster Linie das Wasser entzogen. Im letzten Teil des Magens, dem Labmagen und im Dünndarm wird die Verdauung abgeschlossen.
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