Ausbildung auf dem Bauernhof

Ausbildung

Ausbildung und Training

Die einfachste und effektivbeste Möglichkeit mit dem Australian Shepherd zu kommunizieren, ist das Spiel. Wobei nur einen Ball zu apportieren, dem Aussie nicht ausreicht. Wenn man die Hunde untereinander beobachtet, wird man schnell feststellen, dass sie vielfältige Spielmöglichkeiten an den Tag legen. Renn- und Beutespiele gehören ebenso dazu, wie das plötzliche Stehenbleiben und das schnelle Durchstarten.
Dieses Spielverhalten können wir für unsere Ausbildung und das tägliche Training nutzen.
Es ist wichtig den Hund zu motivieren. Je höher die Motivation des Hundes, desto schneller und intensiver lernt der Aussie. Je mehr der Shepherd etwas will umso höher ist seine Motivation etwas dafür zu tun. Als Belohnung erhält der Hund dann ein Leckerli oder ein Spielzeug. Dies ist für das Tier die Bestätigung alles richtig gemacht zu haben.


 

Man unterscheidet drei verschiedene Triebarten, den Beutetrieb, den Futtertrieb und den Spieltrieb.
Der Beutetrieb zählt zu den trainierbaren Trieben. Durch gezielte Förderung kann der Australian Shepherd lernen, ein bestimmtes Beutestück besitzen zu wollen.
Im wahren Leben ist es so, dass sich die echte Beute vom Tier weg bewegt. Diese Tatsache macht man sich bei der Ausbildung zu nutze. Man versucht das Interesse des Hundes auf die Beute zu lenken. Am Anfang wird beim Anbeißen die Beute dem Hund sofort überlassen. Bei dieser Art des Spiels gewinnt immer der Hund. Er darf seine Beute tragen. Wenn das Tier damit anfängt die Beute zu behalten und sicher festhält, fängt man damit an, sie ihm streitig zu machen indem man an der Beute zieht. Der Hund lernt seine Beute abzugeben und wird durch ein Leckerli belohnt. Dieser Beutetrieb ist immer und fast jederzeit verfügbar, denn ein Hund wird nie satt.

Der Futtertrieb ist so gut wie gar nicht trainierbar, denn er zählt zum Selbsterhaltungstrieb. Entweder frisst ein Hund gerne oder eben nicht.
Der Reizauslöser ist der Hunger des Tieres, das angestrebte Triebziel ist, satt zu werden.
Einfach für die Ausbildung, ist ein Hund der gerne frisst, wenn ein Tier keinen Hunger hat, wird es problematisch. Er wird Befehle wahrscheinlich nicht ausführen, wenn er satt ist, stattdessen hat er andere Prioritäten wie beispielsweise Spielen oder andere soziale Kontakte.


 

Spieltrieb und Kampftrieb. Hier gilt der Grundsatz, wenn der Hund keinen Beutetrieb hat, besitzt er auch keinen Kampftrieb. Der Kampftrieb resultiert aus Beute- und Spieltrieb. Auch ihn kann man fördern. Allerdings darf dieser Trieb nicht mit dem Wehrtrieb eines Hundes verwechselt werden. Unter dem Kampftrieb versteht man das Zerren beim Streitigmachen oder der Bewegung der Beute. Der Wehrtrieb ist dagegen eine Reaktion auf eine direkte Bedrohung des Hundes. Deshalb sollte die Motivation des Wehrtriebes nur durch sehr erfahrene Ausbilder erfolgen. Durch das Streitigmachen der Beute wird der Kampftrieb ausgelöst. Ein höheres Triebniveau erreicht man durch das „Beute-Zerr-Spiel“, denn der Hund will die Beute unbedingt besitzen und er wird dann durch das Überlassen der Beute bestätigt.
Durch verstärktes Zerren kann das Triebniveau gesteigert werden und durch weniger Zerren gehemmt werden.
Der Futtertrieb als auch der Beutetrieb sind für den Menschen geeignete Hilfsmittel, um mit dem Australian Shepherd zu kommunizieren. Das heißt übersetzt: Der Hund schenkt uns seine Aufmerksamkeit, weil wir etwas haben, was er gern besitzen möchte. Ob es sich um Beute oder Leckerli handelt ist nicht entscheidend, wichtig ist, dass er einiges dafür tut, um es zu bekommen.
Dies sind die grundsätzlichen Voraussetzung für die Ausbildung des Australian Shepherd.